Statement Prof. Dr. med. Peter Albers Das Urothelkarzinom ist mit jährlich über 28.000 neuen Fällen eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Für die Behandlung des fortgeschrittenen Tumors hat sich eine Cisplatin-haltige Chemotherapie etabliert. Versagt diese Behandlung jedoch, stand den Patienten und Ärzten bislang kein empfohlener Therapiestandard für die Zweitlinien-Chemotherapie zur Verfügung. Heute kann für diese Fälle eine neue Wirksubstanz präsentiert werden. Wird der Krebs sehr frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungschancen. Ist die Erkrankung jedoch bereits fortgeschritten, so ist eine Heilung nicht mehr möglich; in einem solchen Falle kommt meist eine Cisplatin-haltige Behandlung als Erstlinien-Chemotherapie zum Einsatz. Wenn diese Therapie versagt, können die behandelnden Ärzte mit JAVLOR® auf eine zugelassene und wirksame Zweitlinien-Therapie zurückgreifen. Somit steigen die Chancen, das Überleben der Patienten bei adäquater Lebensqualität zu garantieren.
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Statement Priv.-Doz. Dr. med. Susanne Krege In der Zweitinientherapie waren bislang keine Standard-Schemata etabliert, was insbesondere durch fehlende Phase III-Studien zu begründen ist. Zahlreiche Phase II-Studien konnten vielversprechende Ansprechraten auch in der Zweitlinientherapie zeigen, jedoch lag das Überleben meist deutlich unter zehn Monaten. Lediglich die Kombination von Gemcitabin/ Paclitaxel erreichte mit 13 beziehungsweise 14 Monaten eine bessere durchschnittliche Überlebensrate, wobei in dieser Studie ein heterogenes Kollektiv aus 1st und 2nd-line Patienten behandelt wurde. Inzwischen wurden zwei Phase III-Studien abgeschlossen. In einem multizentrischen Vergleich des semisynthetisch hergestellten Vincaalkaloids Vinflunin + best supportive care (BSC) vs. BSC allein zeigte sich ein Überlebensvorteil von 2,6 Monaten für die Kombination von Vinflunin + BSC, was in der Studie signifikant war.

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